Wir kamen auf einem Schotterplatz an, sehr kark. Auch nicht sonderlich schön gestaltet, zwischen wüsten Mülltonnenplätzen an der Straße und Baustellen eines Neubaugebiets am Hügel von Wahlportugiesen. Wir haben geparkt und unser Lager aufgeschlagen. Kaum Schatten. Der kleine Olivenbaum war keine große Abhilfe. Aber wir haben uns schlagartig verliebt!









Die Erklärung folgt…
Am Strand war einer unserer ersten Käufe ein großes, schönes Strandtuch. Ich (Rebekka) habe es zum Glück auf 7 Euro runtergehandelt. Hätte ich es 2Euro weiter runter gehandelt, wären wir beim reguläre Preis der umliegenden Strandbuden gelandet. Das schöne Tuch wurde zu unserem Lebensretter und wurde zum provisorische Seitenteil und brachte uns erheblich mehr Schatten.






Und täglich grüßt, der Strand!
Routine 1: Nachdem wir gearbeitet haben, sind wir völlig überhitzt, kaputt und mit einer 1,5 Liter Flasche Wasser eingedeckt, durch die Mittagssonne den Berg hinunter zum Strand gelaufen, 1,5 km. Die Hunde haben uns an den Pforten mit lauten Bellen bis zum Grundstücksende begleitet. Am Meer angekommen, die klebrigen Sachen abziehen und rein, aber schnell. Die Wellen waren traumhaft zum schwimmen, und die Temperatur eine absolute wohltat! Wie ein glühendes Stück Eisen, sind wir zischend ins Wasser gesunken. So hat es sich angefühlt. Herrlich!






Routine 2: Dann haben wir uns erstmal an den Strand gelegt und gelesen. Andi hat tatsächlich gelesen, was wirklich an ein Wunder grenzt. „Lauf Jane lauf“, ein Buch, das ich in meiner Jugend gelesen hatte. Routine 3: Danach sind wir meistens noch einkaufen gegangen oder in eine Strandbude unseres Vertrauens, um ein Käse, Tomaten, Zwiebeltoast oder indisch zu essen.








Routine 4: Dann hieß es, 5-7 Liter Wasser und ein paar Einkäufe hochtragen – puh, es war wirklich anstrengend. Aber die Belohnung war die untergehende Sonne und die schönen Farben am Himmel. Irgendwann haben wir begriffen, das das irgendwie Sport ist, was wir da machen. Die Senioren auf dem Platz, sind regelmäßig mit ihren Auto´s (Quasi Handgepäck) oder ihren schweren E-Bikes an uns vorbei gepest.







Routine 5: Dazu kam das wir täglich kurze Yogaübungen gemacht haben und im Durchschnitt 12.500 Schritte Berg auf-und abgelaufen sind. Der Nebeneffekt: Huch! Wir haben ordentliche Beinmuskeln und Bauchmuskeln bekommen. Es ist verrückt, das jeder Platz eine ganz andere Routinen schafft. Und dieser Platz hat uns wirklich viel Freude gebracht. Ein Wechselbad aus Herausforderung und absoluter Belohnung.

Kochen im Wohnmobil war übrigens unmöglich! So das wir am Abend wenn es abgekühlt war, für den nächsten Tag vorkocht haben. Vielleicht hast du es schon ganz richtig vermutet, wir haben keine Klimaanlage im Wohnmobil. Wir haben die Fenster mittags mit Handtüchern abgedeckt und geöffnet, damit wir einen Windzug hatten, der quer ging. So kann man dann auch zeichnen,…wenn nicht…

Meine erste Bastelei. Eine Matte aus Schilfblättern für das Bad. Meine alte Zielkollage hat sich versehentlich gegen die neue Ausgetauscht, die jetzt im Lager liegt. Wer weiß wofür das gut ist! 🙂



Unsere Erkenntnis ist: Hügelige Landschaft, Strandnähe und so viel Platz, dass der Nachbar möglichst weit weg ist, sind super! Dazu unser kleines Lager aus Teppichen, Yogamatten und Kissen am Boden. Unsere Stühle sind mittlerweile überflüssig geworden. Lieber gesund sitzen und zwischendurch mal in den herabschauenden Hund gehen. Geil! Die Standgebühr von 5 Euro, plus 3 Euro Strom, hat es uns zusätzlich schwer gemacht, weiter zu fahren. Aber irgendwie ging es dann doch wieder los und es sollte eine mega Überraschung auf uns warten!!!
